GESCHICHTE DES PORZELLANS VON LIMOGES

Zur Zeit der Tang-Dynastie in China (VIII.-IX. Jahrhundert nach Christus) wird das harte, aus Kaolin bestehende Porzellan entdeckt. Im XIII. Jahrhundert reist Marco Polo durch China.  Er bemerkt dort eine feine und durchscheinende Keramik, die der westlichen Welt unbekannt ist. Er nennt sie „porcellana“, der Begriff geht auf eine perlmuttfarbene Muschel zurück. So erhielt der Begriff „Porzellan“ seine vornehmen Buchstaben und begeisterte bald ganz Europa.

Jeder versucht, das Geheimnis der Herstellung von Porzellan zu lüften: der Schlüssel dieser neuen Alchemie ist: das Kaolin.

Seit dem XVIII. Jahrhundert, dem Zeitpunkt der ersten Herstellung, hat sich der Ruf des Porzellans von Limoges soweit entwickelt, dass der Name der Stadt sofort an die Porzellankunst erinnert. Die erste Grundlage dieser Berühmtheit liegt sicherlich im Kaolin, einem weißen Ton, der für die Herstellung von Hartporzellan benötigt wird und 1768 im Limousin entdeckt wurde.

Zu diesem Rohstoff, der als weißes Gold des Limousins betrachtet wird, kommen die Wälder der Region, die das Holz, den notwendigen Brennstoff zum Porzellanbrennen liefern, und die Flüsse, die den Bau zahlreicher Mühlen zum Zerkleinern der Materialien ermöglichen, um sie zu Paste oder Emaille zu verarbeiten.

Letztlich war in Limoges ein Element vorhanden, das für eine Kunstindustrie wie die Töpferei unerlässlich ist, nämlich qualifizierte und geschickte Arbeitskräfte, die sich bereits bei der Herstellung von Emaille aus dem Limousin seit dem Mittelalter bewährt hatten.

So beginnt 1771 die Geschichte des Porzellans von Limoges. Seitdem folgt sie den großen Etappen der Entwicklung der Geschichte, Techniken und Stile bis zum heutigen Tage, damit Porzellan eine Kunst bleibt und Designer auf meisterhafte Art ihre Qualitäten bei der Kreation schöner und nützlicher Gegenstände ausschöpfen, und so weiterhin den guten Ruf des Porzellans von Limoges rechtfertigen.